Geschichte der Abteilung Fußball

Der SV Ochsenhausen e.V. ist ein Verein mit großer und langer Tradition in Ochsenhausen. Er ist seit vielen Jahren die erste Anlaufstelle für Fußballinteressierte in ganz Ochsenhausen und Umgebung.

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Erste Anfänge der heutigen Abteilung Fußball

Die Vorgänger der SVO-Fußballer waren die FVOler (Fußballverein Ochsenhausen), die zunächst zusammen mit dem Turnverein, später dann selbstständig, diesen Sport ausübten. Am 12.04.1947 und mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es zur formellen Geburts-stunde des neuen Vereins SVO mit der Hauptabteilung Fußball.

Mit den 1950er und 1960er Jahren und Ereignissen wie das „Wunder von Bern“ erlangte die Entwicklung des Fußballsports auch in Ochsenhausen einen großen Aufschwung. Immer mehr Jugendmannschaften wurden aufgebaut und auch eine erste AH- Mannschaft wurde bereits 1959 gegründet.         
Ein Höhepunkt in den 1960er Jahren war dabei auch die erste fußballerische Begegnung im Rahmen der sich entwickelnden Städtepartnerschaft mit La Fère in Frankreich. Sportliche Höhepunkte einer sich vorbildlich entwickelnden deutsch-französischen Freundschaft waren die ausgetragenen Fußballspiele in Ochsenhausen und später in La Fère. Weitere sportliche Beziehung pflegte der SVO mit dem Arbeiter-Sportclub Zürich.

Sportlicher Wendepunkt

Ein großer Wendepunkt in den sportlichen Dingen der Abteilung Fußball ergab sich im Jahr 1969. Mit der neu gewählten Vereinsspitze Walter Schäfer, Willi Utz und Geschäftsführer Hans Ruß wurde erstmals ein neuer Weg beim SVO eingeschlagen. Einem jungen Stamm aus vor allem studentischen „Eigengewächsen“ wurden erfahrene Spieler aus der Umgebung zur Seite gestellt. Dazu ein Torjäger namens Schwatlo. Schon gelang im Spieljahr 1969/1970 das noch nie in der Vereinsgeschichte erreichte Double von Meisterschaft und Pokalsieg. Der erste Aufstieg in die Landesliga war geschafft!

In den folgenden Jahren war eine Stagnation im Aktiven-Bereich zu vermelden. Spieler der ehemaligen Meistermannschaft haben ihre Karriere beendet oder den Verein verlassen. Aus diesem Grund setzte der SVO immer mehr auf eine breite und qualifizierte Jugendarbeit, um mittelfristig im Aktivenbereich die Früchte aus der eigenen Jugendarbeit ernten zu können.

Manfred Schädler und der Bau des heutigen Sportheims

1983 und mit dem neu gewählten Abteilungsleiter Manfred Schädler erhielt der Verein und insbesondere die Abteilung Fußball eine über viele Jahre prägende und durch kaum jemand zu ersetzende Kraft. Er war federführend beim Bau des neuen und heutigen SVO-Sportheims. Umso größer war der schmerzliche Verlust für alle SVO-ler, als Manne Schädler im Alter von nur 68 Jahren viel zu früh verstarb. Als Nachfolger und neuer Abteilungsleiter wurde Dr. Eckard Kunz gewählt.

Nach 29 Jahren wieder in der Landesliga!

Die kommenden Jahre standen im Fußball ganz im Zeichen der Konsolidierung in der Bezirksliga Riss und einem Ausbau der Jugendarbeit unter der Jugendleitung von Rolf Berger. Umso erfreulicher war schließlich der Wiederaufstieg in die Landesliga am 06.06.1999. Nach einem verhaltenen Start wurde drei Spieltage vor Schluss die Meisterschaft gesichert.

Mit dem neuen Trainer Karl Ernle startete man euphorisch in die Landesliga-Saison, um dann aber schnell von der Realität eingeholt zu werden. Der Sprung in diese Höherklassigkeit war ohne zusätzliche Verstärkungen zu groß gewesen. So musste man nach nur einem Jahr wieder in die Bezirksliga zurückkehren.

Die erfolgreichste Saison der Vereinsanalen

Der neue Abteilungsleiter Dr. Claus Dolinski verstand es aber, trotz Abstieg, die Stimmung hoch zu halten. So ging die nächste Saison 2000/2001 wohl als die erfolgreichste in die Vereinsanalen ein. Der ersten Mannschaft gelang das Double aus Pokalsieg und Meisterschaft und damit der Wiederaufsteig in die Landesliga - alles mit einem Trainergespann aus den eigenen Reihen: Josef Reich und Erich Utz.

Mit viel Selbstvertrauen und Tatendrang ging der SVO in die neue Landesliga-Saison 2001/2002. Der neue Trainer Böhm formte eine schlagkräftige Truppe, die allerdings je länger die Saison dauerte, Lehrgeld bezahlen musste. Verletzungsbedingte Ausfälle von verschiedenen Leistungsträgern konnten nicht kompensiert werden. Trotz Hoffnung bis zuletzt, stieg man nach nur einem Jahr wieder in die Bezirksliga ab.

Weiter ging die Fahrstuhlmentalität. Unter Trainerfuchs Alois Schmidberger gelang postwendend und nicht erwartet die Meisterschaft und der Wiederaufsteig in die Landesliga. Leider konnte Schmidberger die Meistermannschaft nicht in die Landesliga überführen. Der neu verpflichtete Trainer Edgar Hess versuchte das Jo-Jo Syndrom endlich abzulegen. Aber auch dieses Mal schlug das Vorhaben fehl. Nach der Halbserie verließ Trainer Hess den SVO, nachdem er ein höherklassiges Trainer-Angebot im Profibereich wohl nicht ablehnen konnte. Aufgrund einer verschärften Abstiegsregelung musste der SVO nach dem letzten Spiel wieder einmal den Weg in die Bezirksliga antreten.

Abteilung Fußball bleibt seinem Konzept treu!

Aus diesen Jahren bleibt die bittere Erfahrung, dass der Aufstieg nur die eine Seite der Medaille ist. Die andere Seite aber ist, dass in der Landesliga nochmals andere sportliche und vor allem materielle Kriterien ausschlaggebend sind, die aber auch finanziell ein gewisses Risiko beinhalten. Als kleiner Trost bleibt festzuhalten, dass die finanziell tragbaren aber sportlich schlechteren Konzepte erfahrungsgemäß die besseren sind. Erfreulich waren in den nächsten Jahren vor allem die Erfolge der eigenen Jugend, wie der Gewinn des Doubles durch die A-Jugend.

Norbert Kupfahl und Zoran Golubovic

Mit der Saison 2007/2008 übernahm Norbert Kupfahl die Abteilungsleitung von Stefan Müller. Mit dem Aufbau einer jungen Mannschaft sollte mittelfristig das Ziel erreicht werden, wieder in die Landesliga aufzusteigen. In der nächsten Saison sah es bereits unter Dietmar Hatzing gut aus. Die Erfolge aus der Hinrunde konnten aber in der Rückrunde nicht gehalten werden. Die Erfahrung blieb, dass Talente einfach ihre Zeit brauchen.

Neuanfang der SVO-Damen!

Im Jahr 2008 machte der SVO auch einen Neuanfang im Damenfußball. Schon in der Historie des SVO gab es lange Zeit in den 1970er Jahren eine erfolgreiche Damenmannschaft, die aber mangels Spielerinnen Mitte der 1980er wieder aufgelöst worden war. Der neue Hauptinitiator Thomas Marquart zeigte aber mit den Erfolgen in der ersten Saison 2008/2009, wie richtig die Entscheidung eines Neuaufbaus war. Heute sind die Damen nicht mehr aus dem Verein wegzudenken und bereichern das Vereinsleben enorm!

Doppelaufstieg im Jubiläumsjahr!

Unter Abteilungsleiter Norbert Kupfahl und mit den Erfolgstrainern der beiden aktiven Mannschaften, Zoran Golubovic und Ralf Erstling, gelang schließlich passend zum Jubiläumsjahr 2012 der Doppelaufstieg beider aktiven Mannschaften in die Landesliga Staffel IV beziehungsweise mit der zweiten Mannschaft in die Kreisliga A (Bezirk Riss).

Selbstverständlich ist noch vieles mehr zur Abteilung Fußball, ihrer vielen Mitgliedern und ihrer Geschichte zu sagen!

Sie wollen noch mehr über die Geschichte des Sportvereins von Ochsenhausen erfahren? Kein Problem! Wenden Sie sich beim nächsten Heimspiel an unser freundliches Personal im Kassen-häuschen!


Hier erhalten Sie eine detailierte Chronik aller Abteilungen über die vergangenen 100 Jahre des Sportvereins von Ochsenhausen.