Einzigartiges Erlebnis bei U14-DM für SVO-Mädchen!

KAMPFGEIST, TEAMGEIST UND FAIRPLAY

SO LÄSST SICH DER AUFTRITT DES SV OCHSENHAUSEN BEI DER DEUTSCHEN VOLLEYBALLMEISTERSCHAFT DER U14 MÄDCHEN IN GLADBECK ZUSAMMENFASSEN

Letzte Woche machte sich bei bestem Reisewetter eine achtköpfige-U14-Mädchenmannschaft des Sportvereins Ochsenhausen samt ihren Fans (in Form von Eltern) gut gelaunt und mit reichlich Proviant im „Teambus“ auf den Weg Richtung Norden. Ziel war Gladbeck im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, und die Deutsche Meisterschaft im Volleyball der U14 Mädchen.

Während der Fahrt herrschte eine freudige Aufregung in Anbetracht des bevorstehenden Events. Eifrig wurden alle möglichen und unmöglichen Szenarien, die einen dieses Wochenende vielleicht erwarten würden, diskutiert.

Nach der langen Fahrt fand gleich das letzte Vorbereitungstraining vor Ort in der Wettkampfhalle statt. Werner und Marie Habrik übernahmen hierbei die Trainerfunktion, da Inge Arendt noch im Urlaub weilte. Nach einem gemeinsamen Abendessen im Hotel war es für die Sportlerinnen dann schnell Zeit für die Nachtruhe, da der nächste Tag früh beginnen und spät enden würde.

Der erste Wettkampftag begann mit den Technical Meetings und der anschließenden offiziellen Eröffnungsfeier. Die 16 besten deutschen Volleyballteams der U14-Mädchen wurden in der Halle begrüßt. Ebenso die professionellen Schiedsrichter. Die offiziellen Reden der Vertreter von Stadt und dvj wurden zur Freude und Erleichterung aller kurz und bündig auf den Punkt gebracht und schon konnte es nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl zur Nationalhymne als Startschuss für den Wettkampf weitergehen.

Im ersten Spiel gegen den 1. VC Wiesbaden musste man schnell das erhöhte Niveau dieser Meisterschaft anerkennen. Trotz großen Bemühens war gegen das am Ende auf Platz fünf stehende Favoritenteam beim 13:25 und 13:25 nicht viel zu holen.

Fast punktgenau zu Beginn des 2. Spiels gegen den SC Potsdam traf dann Inge Arendt ein und übernahm die Trainerfunktion von Werner Habrik, der bis dahin das Team angeleitet hatte.

Die körperlichen Unterschiede waren teilweise schon ganz enorm, (Nr. 11 Nicole Rapp Nr. 1 Laura Birkle, Nr. 15 Maja Bednarek), trotzdem lieferte man gegen den SC Potsdam ein tolles Spiel ab.

Nachdem man im ersten Satz gegen den VC Potsdam wiederum gleich in Rückstand geraten war und das Team dadurch etwas konsterniert wirkte, wechselte Inge Arendt die Stammvier aus und ließ die Spielweise des Gegners beobachten. Nach gutem Dagegenhalten unserer nicht so häufig eingesetzten Spielerinnen Julia, Maja, Laura und Nicole verlor man 16:25, aber jetzt hatten die Außenstehenden erkannt, wie es gehen könnte. Und prompt gelang in Satz zwei ein 25:22-Sieg, der zum Ausgleich führte. Nun war ein Tiebreak notwendig. Hierbei spielte man weiter konstant gut und hatte man den Gegner bis zum 12:8 so gut wie in der Tasche. Doch vor lauter Übereifer und vielleicht auch Angst vor dem Gewinnen konnte man plötzlich keinen einzigen Punkt mehr erzielen. Das 12:15-Endergebnis war schwer zu erklären.

Nun wurde es sehr schwer, denn es ging gegen den Tabellenführer SV Mauerstetten. Die Allgäuerinnen hatten zuvor völlig überraschend mit ihrer nahezu fehlerlos spielenden Abwehr die beiden vorigen Ochsenhauser Gegner schier zur Verweiflung getrieben und am Ende beide Spiele gewonnen.

Wie immer konnte man gut mitspielen, aber am Ende nichts gegen die souverän spielenden Gegnerinnen ausrichten. Das 13:25 und 14:25-Endergebnis sagt alles.

Somit musste man am frühen Abend nochmals ran. Nächster Gegner war der SV Lok Engelsdorf (ein Vorort von Leipzig), der in seiner Gruppe ebenfalls Letzter geworden war.

Hierbei merkte man gleich, dass dieser Gegner einem nicht ganz so viel abverlangte wie die Teams zuvor. So kam man doch noch in sein gewohntes Spiel. Theresa Habrik, Luisa Wiest, Jasmin Sauter und Lea-Marie Besenfelder konnten ihre Stärken ausspielen und einen sicheren 25:17 und 25:15-Erfolg feiern.

Umso größer war der Jubel nach dem Sieg gegen den SV Lok Engelsdorf, konnte man doch das erste Spiel bei der Deutschen Meisterschaft gewinnen.

Natürlich wurden die SVO-Mädchen bei allen Spielen unterstützt und angefeuert von den mitgereisten Eltern, die sich einheitlich in eigens für diesen Tag gesponserten und gestalteten T-Shirts präsentierten. Selbst der Busfahrer ließ es sich nicht nehmen, die Spielerinnen lautstark und im entsprechenden Outfit anzufeuern. Auch von Zuhause wurden die Mitgereisten immer wieder mit SMSen und WhatsApp-Nachrichten bombardiert. Denn dort verfolgten die Daheimgebliebenen die Spiele am Liveticker.

Am Abend waren die Mädchen dann froh, dass sie im Hotel bereits das Abendessen erwartete und man anschließend noch ein bisschen fröhlich plaudernd den Tag Revue passieren lassen konnte.

Der Sonntag begann mit einer kleinen Überraschung für unsere Spielerin Maja: alle erwarteten sie mit Wunderkerzen und einem gemeinsamen Geschenk sowie einem Geburtstagsständchen am Frühstücksbuffet. Dann hieß es schon wieder Koffer packen und auf zum Endspurt.

Das Abschlussspiel um die Plätze 13 und 14 musste man mal wieder gegen den Allianz MTV Stuttgart bestreiten.

Es entwickelte sich nochmals ein rasantes Spiel zwischen zwei völlig ausgeglichenen Teams. Den ersten Satz verlor man knapp mit 23:25, den zweiten gewann man mit dem selben Ergebnis. Nun war die breitere Bank nach den anstrengenden Spieltagen entscheidend. Und da hatte der MTV minimal die bessere Option. Knapp mit 11:15 verlor man den entscheidenden Satz und wurde somit 14. bestes Team Deutschlands.

Vor der Siegerehrung durfte sich unser Geburtstagskind Maja nochmals über eine weitere Überraschung freuen: Die ganze Halle sang ihr ein „Happy Birthday“. Dies wird ihr bestimmt lange in Erinnerung bleiben. Die Siegerehrung dürfte für alle Mädels dann nochmals ein Gänsehautmoment gewesen sein. Die Spannung der letzten Tage konnte man nun hinter sich lassen und stolz sein auf die erbrachte Leistung. Nicht nur in sportlicher Hinsicht haben sie eine beachtliche Leistung erbracht sondern vor allem auch wie sie den Verein und den herrschenden Teamgeist repräsentiert haben. Herzlichen Glückwunsch und großen Respekt!

 

Nach dem letzten Spiel sah man auf Ochsenhauser Seite erschöpfte, aber keineswegs enttäuschte Gesichter. Alle haben viel dazu gelernt!

Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieser Fahrt beigetragen haben: den Organisatoren vor Ort, die einen reibungslosen Ablauf ermöglicht haben und allen Spendern, die uns mit Sach- und Geldspenden unterstützt haben. Ein großer Dank geht natürlich an das Trainerteam. Allen voran an Inge Arendt, die extra ihren Urlaub früher beendet hat und den Spielerinnen mit dem Zug nachgereist ist. Und nicht zuletzt ein herzlicher Dank den mitgereisten Fans (ob im Bus oder im Wohnmobil!), die die Mädchen in der Halle und auch bei der Organisation und Verpflegung mit helfenden Händen und wenn nötig mit kräftigen Stimmen unterstützt haben. Er wird für alle, die dabei waren, ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

(Karin Rapp)

Hier die Endplatzierungen der Deutschen U14-Meisterschaft:

1. TSV TB München
2. RC Borken-Hoxfeld
3. SV Mauerstetten
3. SV Raspo Lathen
5. 1. VC Wiesbaden
6. TV Gladbeck
7. Schweriner SC
8. SG Einheit Zepernick
9. Dresdner SC
10. SC Potsdam
11. VV Schwerte
12. SV Bad Laer
13. Allianz MTV Stuttgart
14. SV Ochsenhausen
15. SC Neubrandenburg
16. SV Lok Engelsdorf

Alle Ergebnisse