SVO-Frauen scheitern beim Kampf um den Titel!

Kein Durchkommen für den SSV Ulm: Hier packt der Ochsenhauser Block mit Leonie Knaus und Johanna Gräser zu.

Drei Spiele - drei Niederlagen. Äußerst knapp fiel diese gegen den neuen Meister SSV Ulm (1:3) und den TSV Blaustein (2:3) aus. Deutlich mit 0:3 unterlag man dann im Nachholspiel am Sonntag beim Vizemeister in Bad Waldsee. Man muss allerdings den Spielerinnen zugute halten, dass nur zwei richtig fit waren, die anderen waren von vorhergehenden Krankheiten geschwächt.

Dies sah man gleich im ersten Spiel gegen den Tabellenführer SSV Ulm.

Zwar war man schnell im Rückstand, doch als man sich etwas an die Ulmer Spielweise gewöhnt hatte, entwickelte sich ein interessantes und völlig ausgeglichenes Spiel. Bis zum 19:19 war Spannung angesagt, doch dann setzten sich die Rottumtälerinnen leicht ab und gewannen den Satz 25:23.

Auch in Satz 2 war kaum ein Unterschied zwischen den Teams festzustellen. Die Gäste, die mit 14 Spielerinnen aus dem Vollen schöpfen konnten, unterbrachen bis zum 17:17 mit vielen Einwechslungen immer wieder den aufkommenden Ochsenhauser Spielrhythmus.

Doch dann erarbeiteten sie sich aufgrund einer kurzen Phase schwächerer Ochsenhauser Annahme einen Vorsprung und zogen diesen bis zum 25:20 durch.

Im nächsten Satz waren anfangs wieder die Spielerinnen von Inge Arendt am Zug. Doch trotz einer 22:20-Führung zeigten sich erst körperliche Einbrüche bei den mit viel Willen und Einsatz spielenden Frauen. Die Gäste nutzten dies aus und gewannen mit 25:22.

Nocheinmal wolltes es die Ochsenhauserinnen wissen. Mit tollem Dagegenhalten zwangen sie bis zum 19:19 die Gegnerinnen, das Letzte aus sich herauszuholen. In dieser wichtigen Phase konnte aber über die Mitte zu wenig Druck auf die Gäste ausgeübt werden. Hauptsächlich über Diagonalspielerin Leonie Knaus und die Außenangreiferinnen wurden die Punkte gemacht. Mit viel Routine erzwangen aber nun die Gäste die letzten entscheidenden Punkte und siegten mit 25:23. Damit haben sie die Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga so gut wie in der Tasche.

Für die SVO-Spielerinnen war es dann schwer, gegen den TSV Blaustein nach diesem kräfteraubenden Match wieder ins Spiel zu finden. Etwas glücklich war es für die hochmotivierten Gäste, die am Vortag das wichtige Kellerduell in Laupheim gewonnen hatten, nach einem 22:24-Rückstand den ersten Satz noch mit 28:26 zu gewinnen.

Dann war die Blausteinerinnen obenauf! Mit 25:12 wurde das SVO-Team in Satz zwei regelrecht überfahren.

Doch anschließend kam wieder die alte Kampfleidenschaft auf: Kurz vor Schluss des dritten Satzes schlugen die Volleyballerinnen um Kapitänin Franziska Arendt mit 26:24 nochmals zurück.

Ein vierter Satz war notwendi und unter Aufbietung der letzten Reserven gewann man diesen mit 25:23.

Doch im Tiebreak war die Luft endgültig heraus. Bis kurz nach Seitenwechsel beim 9:9 hatte man noch etwas Hoffnung, doch dann musste man mit 11:15 kapitulieren.

Die neun Sätze in den Knochen waren natürlich ganz schlechte Voraussetzungen für das Nachholspiel am Sonntag in Bad Waldsee. So brachte man erstmals kein Bein auf den Boden und musste den ersten Satz mit 9:25 abgeben.

Im zweiten Satz brachte Franziska Arendt den SVO mit guten Aufschlägen 6:0 in Front, doch nach wenigen Minuten stand es wieder 7:14. Ein kurzes Aufbäumen, doch auch Satz zwei verlor man am Ende mit 20:25.

Dann konnten sich die Gäste nicht mehr wehren und gaben auch den dritten Satz mit 15:25 her.

Dadurch haben die Waldseerinnen den zweiten Platz sicher und können noch hoffen, über die Relegation in die Oberliga aufzusteigen. Für den SVO ändert sich nichts mehr; Rang drei ist sicher, egal wie die restlichen Spiele in Reutlingen und Eningen ausgehen werden.