Super Saisonabschluss der SVO-Volleyballerinnen!

 

 Sandra kriegt jeden Ball - mit einer souveränen Leistung verabschiedete sich Libera Sandra Meidert am letzten Spieltag.

Mit zwei dramatischen und ungemein spannenden Spielen haben sich die Landesliga-Volleyballerinnen des SV Ochsenhausen nach ihrer dritten Landesligasaison von ihrem Publikum verabschiedet. Dass dabei zwei Siege gegen starke Gästeteams heraussprangen, setzt der tollen Saison die Krone auf.

Mit einer Mannschaft, die gerade mal aus vier erfahreneren Volleyballspielerinnen und dazu mit 5 Jugendspielerinnen im Alter von 13 bis 17 Jahren besteht, in der Landesliga zu spielen, das ist ein absolutes Highlight.

Mit jeweils 3:2 konnte man erst die Blausteinerinnen besiegen, anschließend auch noch das Team des SC Weiler/Fils.

Da wie befürchtet der TSV Eningen tags zuvor sein Heimspiel gegen die SG Volley Alb mit 3:2 gewonnen hatte,

war man gegenüber dem direkten Konkurrenten auf den Abstiegsrelegationsplatz einen Punkt im Rückstand. Das hieß, man musste wenigstens einen Sieg einfahren.

Gegen den ungemein stark aufschlagenden TSV Blaustein kam man trotz konzentrierten Dagegenhaltens nur schwer ins Spiel. Immer wieder musste man einem Rückstand hinterher laufen, doch der Kampfgeist und die Einstellung stimmte an diesem Tag bei allen. Angeführt von der überragenden Leonie Knaus schaffte man beim 18:18 endlich den Gleichstand. doch dann gelang von einer Sekunde auf die andere nichts mehr und man musste den Satz mit 18:25 abgeben. Neuen Mut fasste man anschließend, doch wiederum musste man den ganzen Satz einem 2 bis 4-Punkterückstand hinterher laufen und schaffte es nicht mehr, die Satzniederlage mit 23:25 zu verhindern.

So langsam merkte man aber, dass die Gegnerinnen nicht mehr so druckvoll agierten. In Satz drei schaffte man erstmals eine kleine Führung, die man bis zum Ende verteidigen konnte. Beim 25:22-Sieg war die Erleichterung auf SVO-Seite groß, hatte man doch die Chance auf einen Punktgewinn gewahrt. Nun gelang auch immer mehr: Maike Knaus und Luisa Wiest trafen von der Außenposition immer häufiger, und als Marie Habrik  in der Mitte mit einigen Blocks glänzen konnte, wuchs von Aktion zu Aktion der Glaube an ein positives Ende. Jetzt war man so richtig in Fahrt und den vierten Satz gewann man recht sicher mit 25:19.

Von Beginn an nahmen die Schützlinge von Inge Arendt im Tiebreak das Heft in die Hand und ließen den Gegnerinnen immer weniger Möglichkeiten zu reagieren. Libera Sandra Meidert hatte nun ihre bekannte Coolness gefunden und versorgte Zuspielerin Theresa Habrik mit sehr gut angenommenen Bällen. Danach war es vor allem Johanna Gräser vorbehalten, mit intelligent vorgetragenen Angriffsschlägen die Gegnerinnen schlecht aussehen zu lassen.

Unter riesigem Jubel siegte man mit 15:9 und hatte somit den Klassenerhalt sicher in der Tasche.

Dieses Spiel hatte Kraft gekostet, aber wer glaubte, dass sich die Spielerinnen jetzt einen lockeren Saisonausklang gönnten, sah sich schnell getäuscht. Auch im eigentlich nun bedeutungslos gewordenen Spiel wurde um jeden Ball gefightet und gerungen. Für die begeisterten Zuschauer war es ein Genuss und Spannung pur.

Nach einer kurzen Einspielschwäche, als man den ersten Satz gegen die fast ausschließlich über die Mitte angreifenden Gäste aus Weiler noch nicht ganz in den Griff bekam, unterlag man denkbar knapp mit 27:29.

Etwas besser hatte man sich nun auf die Filstälerinnen eingestellt und siegte im 2. Satz mit 26:24. Der von den Zuschauern befürchtete kräftemäßige Einbruch fand aber nicht statt. Ganz im Gegenteil: Immer wenn die Gäste glaubten, jetzt davonziehen zu können, konterten die SVO-Spielerinnen mit starken Aufschlägen, die die Gäste nicht mehr gut aufbauen ließen. Dadurch kamen die starken Angreiferinnen immer seltener in eine optimale Angriffsposition und machten vermehrt Fehler. Mit ihrer etwas ungewöhnlichen Spieltaktik kamen sie überdies den Rottumtälerinnen entgegen. So konnte Satz drei zwar knapp, aber vom Publikum lautstark gefeiert, mit 26:24 gewonnen werden. In dieser Phase setzte Trainerin Inge Arendt auch die Nachwuchskräfte Lea-Marie Besenfelder und Paulina Schöner ein, die Stammspielerinnen konnten dadurch etwas geschont werden.

Noch einmal bäumten sich die Gäste auf und schafften mit den 25:22 den Satzausgleich.

Aber jetzt waren die Ochsenhauserinnen wieder da: Unbeeindruckt vom 6:8-Rückstand beim Seitenwechsel legten die SVO-lerinnen nochmals eine Schippe drauf und holten sich mit 15:12 den erneuten Sieg im Tiebreak.

Anschließend hieß es Abschied nehmen für vier Spielerinnen des SVO: Leonie Knaus verschlägt es berufsbedingt nach Regensburg, ihre Schwester Maike studienbedingt nach Esslingen.

Sandra Meidert möchte "vorerst" eine Pause einlegen, Johanna Gräser studiert in Tübingen und schließt sich dem Oberligisten TV Rottenburg an.

Wie es mit dem Rest des Teams, wo die älteste Spielerin jetzt gerade einmal 17 Jahre alt geworden ist, weitergeht, steht noch in den Sternen. Man sucht noch nach landesligageeigneten Spielerinnen, ansonsten wird nur noch eine Kooperation in Form einer Spielgemeinschaft mit einem der Nachbarvereine in Frage kommen. Vielleicht hat jemand den Ehrgeiz, in der Landesliga in einem tollen Team mitzumachen...