Klasse Spiel trotz 1:3-Niederlage!

Schade! Nicht belohnen konnten sich die Landesliga-Volleyballerinnen der SG Ochsenhausen/Bad Waldsee am Wochenende.

Trotz teilweise sehr ansprechendem Spiel unterlag man beim neuen Tabellenführer SG Nürtingen/Wernau mit 1:3.

Dabei musste man mit einigen Handicaps zurechtkommen:

Hauptangreiferin Luisa Wiest konnte wegen einer Sprunggelenksverletzung nur sporadisch in der Annahme eingesetzt werden, Zuspielerin Tabea Wagner hatte krankheitsbedingt die ganze Woche nicht trainieren können, Mittelblockerin Paulina Schöner war durch eine Verletzung noch nicht voll einsatzfähig. Dafür musste die noch landesligaunerfahrene Hannah Lange ins kalte Wasser geschmissen werden. Sie machte ihre Sache gut.

Wie aber trotzdem das schwere Spiel angegangen wurde, war bemerkenswert. Zwar schossen die Neckartälerinnen aus allen Rohren und besonders ihre harten Aufschläge setzten den Ochsenhauser Youngsters anfangs schon ganz schön zu. Aber wie man sich dagegen stemmte und immer öfter mit tollen Abwehraktionen glänzen konnte, führte bei den zahlreichen Zuschauern immer wieder zum Staunen.

Aufgrund der wiederum veränderten Aufstellungsformation gab es natürlich des öfteren Missverständnisse, die dazu führten, dass der erste Satz trotz langer Ballwechsel deutlich mit 8:25 verloren wurde. Doch in Satz 2 hatte man diese Schwächen behoben. Man bot den Gegnerinnen Paroli und in der Mitte konnte immer wieder Marie Habrik im Block glänzen. Wenn dann auch Theresa Habrik, Melanie Bucher, Tabea Wagner und Tabea Willmann durch die Lücken im Nürtinger Block trafen, hatten die Gegnerinnen in der Abwehr alle Hände voll zu tun. Es entwickelte sich ein spannender Satz, bei dem die SG-Spielerinnen am Ende die Nase mit 26:24 knapp vorne hatten.

Es stand 1:1 und jetzt waren die Gastgeberinnen gewarnt. Deren Trainer traute sich keine Experimente mehr zu. Mit seiner besten und erfahrensten Formation gelang es seinem Team, den aufstrebenden Gästen etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. Mit 25:14 gingen sie mit 2:1 in Führung.

Wer jetzt geglaubt hatte, das wars, sah sich aber getäuscht. Die Spielerinnen von Inge Arendt rappelten sich nochmals auf und hielten voll dagegen. Die Führung wechselte mehrmals, bis mitten in der Schlussphase beim 21:22 die Schiedsrichterin zwei für die Ochsenhauserinnen sehr unglückliche Entscheidungen fällte. Dadurch war man entscheidend mit 21:24 im Rückstand und musste das Spiel kurz später mit 1:3 verloren geben.

"Wir haben uns gesteigert und eine tolle Moral bewiesen", meinte Trainerin Inge Arendt am Ende. "Schade, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat."

In zwei Wochen, beim Heimspiel gegen die TSG Eislingen und den TSV Blaustein möchte man etwas Zählbares holen.